Lipom (Fettgewebsgeschwulst)

Größer werdende Gewebeschwellung unter der Haut

Lipom - ein gutartiger Weichteiltumor der Haut

Lipom (Fettgewebsgeschwulst)

Lipome: Unschön, aber meist harmlos

Lipome sind gutartige, örtlich begrenzte Ansammlungen von Fettgewebe (Fettgeschwulste). Sie zählen zu den häufigsten Weichteiltumoren und zeigen verschiedene Wachstumsformen. Das gleichzeitige Vorkommen mehrerer Lipome wird als Lipomatose bezeichnet und ist häufig. Typische Lokalisationen für Lipome sind die Bauchwand, Nacken und Rücken, Oberschenkel sowie Unter- und Oberarme. Auch im Gesicht und hier vor allem an der Stirn können Lipome auftreten.

Häufig in unserem klinischen Alltag sind sogenannte „reife“ Fett-Tumore, die relativ homogenes Fettgewebe innerhalb einer zarten Kapsel enthalten. Liegt ein größerer Anteil Bindegewebszüge innerhalb des Fettgewebes vor, spricht man von einem „Fibrolipom“.

Beide Wachstumsformen sind gutartig, können jedoch aufgrund Ihrer Größe und des verdrängenden Wachstums Beschwerden und Schmerzen verursachen.

Woher kommen die diese Veränderungen im Fett?

Lipome treten bei Männern und Frauen auf – Männer sind etwas häufiger betroffen. Warum der Körper diese Tumoren bildet und weshalb manche Menschen zu ihnen neigen und andere nicht, ist wissenschaftlich nicht geklärt. Übergewicht, hohe Blutfettwerte oder schlechte Ernährungsgewohnheiten haben – soweit man heute weiß – nichts mit der Entstehung oder dem Wachstum von Lipomen zu tun. Das ist auch der Grund, weshalb nach einer Diät die Geschwülste nicht – wie andere Fettpölsterchen – wegschmelzen, sondern unverändert bleiben. Auch Massagen oder Salben haben keinen Einfluss.

Wann sollten eine Fettgewebsgeschwulst entfernt werden ?

Erreichen diese Tumore einen Durchmesser von ca. einem Zentimeter, werden sie abhängig von der Stärke der sie umgebenden Fettschicht ertastbar. Häufig treten Beschwerden jedoch erst bei etwas größeren Befunden auf. Manche Lipome bestehen daher jahrelang, bevor sie durch ein beschleunigtes, raumforderndes Größenwachstum zu Beschwerden führen. Spätestens dann besteht eine medizinische Indikation zur Entfernung.

Neben Schmerzen können die Gewebsschwellungen (Tumore) zudem nicht nur kosmetisch sondern auch funktionell, zum Beispiel am Rücken beim Sitzen durch den Druck der Stuhllehne oder am Hemdkragen bei Lokalisation am Nacken stören. Sie können, beispielsweise an den Flanken bis zu Kindskopf-Größe erreichen.

In sehr seltenen Fällen wird ein Übergang in eine bösartige Wachstumsform, dem so genannten Liposarkom beobachtet. Daher ist eine feingewebliche (histologische) Untersuchung des entfernten Gewebes immer angezeigt.

Auf dieser Seite informieren wir Sie über gutartige Lipome (Fettgewebsgeschwulst)