Brust -Das Symbol für Weiblichkeit

Die Meinungen darüber, wie die perfekte Brust auszusehen hat, sind so unterschiedlich wie die Frauen selbst. Doch eines soll sie für Prof. Dr. Steinsträßer immer: Perfekt zu Ihrem Körper passen. Ganz gleich, ob es sich um eine Brustvergrößerung, Brustverkleinerung, Bruststraffung oder Brustrekonstruktion handelt, das Ergebnis sollte stets natürlich schön aussehen und zu den Proportionen Ihres Körpers passen.
 

Form und Größe der Brust sind für viele Frauen nicht nur ein wichtiger Aspekt der Figur, sondern spielen auch eine große Rolle in Bezug auf Ihr Selbstwertgefühl, den Umgang mit sich und anderen und das damit verbundene Auftreten in der Privat- und Berufswelt

 

Brustaufbau nach Brustkrebs (Mammakarzinom)

Brustkrebs ist leider keine seltene Erkrankung

Jede zehnte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an einer bösartigen Entartung ihrer Brust. Nach der Behandlung eines malignen Tumors, bei der die Brust deformiert oder sogar entfernt wurde, werden die betroffenen Frauen nicht nur von Sorgen um ihre Gesundheit bestürmt, auch haben sie Angst davor, mit einer deformierten oder fehlenden Brust nicht mehr weiblich genug zu sein. Für viele Frauen, denen die Diagnose Brustkrebs gestellt wird und die mit der Notwendigkeit der Brustentfernung konfrontiert werden, ist das Wissen um die Möglichkeit eines Brustaufbaus eine Entlastung. Wenn sie Informationen über den Wiederaufbau der Brust erhalten, können sie auch mit der Diagnose besser umgehen und reagieren gelassener auf die schlimme Nachricht. Auch nach einer brusterhaltenden Operation (BET), die mittlerweile 70 Prozent der Operationen bei Brustkrebs darstellen, kann eine plastische Rekonstruktion sinnvoll sein, wenn dadurch die operierte Brust an Volumen verloren hat.

Stärker als bei anderen Operationen der Brust, denen keine Erkrankung vorhergeht, spielen gesundheitliche Aspekte bei der Entscheidung für oder gegen eine Brustrekonstruktion eine entscheidende Rolle. Risiken für die Gesundheit der Patientin sollten in jedem Fall so weit wie möglich minimiert werden. Diabetes, Herzkrankheiten oder Gefäßerkrankungen sollten nicht bestehen. Auch Rauchen kann zu Komplikationen führen, weshalb den Patientinnen dringend dazu geraten wird, das Rauchen aufzugeben – nicht zuletzt auch deshalb, weil es mit einem erhöhten Krebsrisiko einhergeht. Frauen, die sich mit dem Gedanken an eine Brustrekonstruktion tragen, sollten sich dessen bewusst sein, dass eine rekonstruierte Brust die natürliche Brust nicht vollständig ersetzen und auch optisch nicht mit ihr identisch sein kann. Voraussetzung für einen Brustaufbau sind auch das Einverständnis und die Kooperation mit weiteren behandelnden Ärzten. Zumeist erfolgt die Betreuung in einem sogenannten Brustzentrum. Ob in einem individuellen Fall die Möglichkeit einer Brustrekonstruktion besteht, besprechen Brustkrebspatientinnen am besten mit dem Onkologen ihres Vertrauens.

Wann sollte ich meinen Brustaufbau durchführen ?

Bei der Wahl des Zeitpunkts einer Brustrekonstruktion gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Eine Möglichkeit besteht darin, dass der Aufbau der Brust zeitgleich mit der Entfernung des Tumors vorgenommen wird. Besonders bei vorsorglichen Operationen wird die so genannte sofortige Brustrekonstruktion angewendet. Die Rekonstruktion wird in diesem Fall meist mit Silikonimplantaten durchgeführt. Eine weitere Möglichkeit besteht in der verzögerten Brustrekonstruktion. Der Brustaufbau findet hierbei einige Wochen oder sogar Monate nach Abschluss aller Untersuchungen und onkologischer Behandlungen statt. Dieser Eingriff wird nur sehr selten durchgeführt. Der richtige Zeitpunkt für eine Brustrekonstruktion hängt auch davon ab, ob eine Strahlentherapie notwendig ist.

Die individuell angewendete Technik bei der Rekonstruktions-Operation hängt von dem jeweiligen Befund und dem Wunsch der Patientin ab.

Grundsätzlich erfolgt der Brustaufbau in drei konsekutiven Schritten:

Zunächst werden Haut und Brustgewebe ersetzt und eine Symmetrie der beiden Brüsten hergestellt. Anschließend wird der Brustwarzenhof modelliert. Schließlich wird die Brustwarze rekonstruiert. Dabei kann die Brustrekonstruktion entweder mit Hilfe von körpereigenem Gewebe (Eigenfett), mit synthetischem Material (vorwiegend Silikonimplantate) oder einer Kombination von beiden Methoden durchgeführt werden.

Beim Einsetzen von Implantaten kann die Notwendigkeit bestehen, das Gewebe vorab mit einem Expander zu dehnen, damit das Implantat unter die Haut passt. Wird körpereigenes Gewebe verwendet, muss dieses aus anderen Körperregionen (meist dem Unterbauch) entnommen werden. Eine längere Operationsdauer sowie Narbenbildung an anderen Körperregionen sind Nachteile dieser Vorgehensweise. Ein entscheidender (und auch psychologisch bedeutsamer) Vorteil ist hingegen die Tatsache, dass kein körperfremdes Material für den Brustaufbau verwendet wird.

Brustvergrößerung

Auch wenn Brüste, die im Verhältnis zum restlichen Körper zu klein wirken, keine medizinische Beeinträchtigung darstellen, wünschen sich viele Patientinnen einen größeren Busen. Die Gründe sind dabei stets sehr persönliche. Für viele Frauen bedeuten kleine
Brüste oder auch eine Hängebrust eine enorme seelische Belastung: Sie zeigen sich nicht gern im Bikini, schämen sich vor ihrem Partner oder sind in ihrer Sexualität gehemmt. Bei einigen kann sich das mangelnde Selbstvertrauen sogar beruflich auswirken.

Die Gründe für eine Brustvergrößerung sind stets ganz persönliche. Sie unterscheiden sich von Frau zu Frau. Einige leiden schon seit ihrer Pubertät unter einer zu kleinen Brust, andere haben in Folge einer Schwangerschaft oder aufgrund des fortschreitenden Alters einen Volumenverlust erlitten. Auch Asymmetrien und Fehlbildungen des Busens sind triftige Gründe für einen plastischen Eingriff. Je nach dem kann eine Brustvergrößerung, eine Bruststraffung (Mastopexie) oder eine Brustkorrektur vorgenommen werden. Häufig werden diese Eingriffe auch kombiniert – bei verschieden großen Brüsten kann zum Beispiel die kleinere mit einem Implantat vergrößert und so an die andere angeglichen werden. Auch die Bruststraffung wird manchmal unter Zuhilfenahme von Implantaten durchgeführt, wenn der Busen zu wenig Volumen aufweist.

Brustlifting mit Implantaten

Die Bruststraffung (Mastopexie) mit Implantaten ist gewissermaßen ebenfalls eine Form der Brustvergrößerung – auch wenn es in diesem Fall nicht um große Brüste geht. Während bei ausreichend Volumen der Brust eine Straffung der Haut ausreichend sein kann, helfen Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie bei kleinen, schlaffen Brüsten mit Silikonimplantaten oder Eigenfett nach. Eine reine Bruststraffung könnte sonst den Zustand der betroffenen Patientinnen noch verschlimmern.

Der Trend geht zur natürlichen Brustvergrößerung
In Deutschland besteht die Nachfrage nach natürlichen Methoden zur Vergrößerung der Brust schon länger. Für diese Fälle entwickelten die Hersteller sichere und hochwertige Silikonimplantate in anatomischer Form (Tropfenform). Auch die jeweilige Operationstechnik kann dazu beitragen, dass das Implantat nicht sichtbar oder tastbar ist, indem es unter den Brustmuskel eingesetzt wird. Diese Methode hat sich insbesondere bei schlanken Frauen mit einem eher kleinen Busen bewährt.

Eigenfett statt künstliches Implantat

Eine zweite Möglichkeit ist die Brustvergrößerung mit Eigenfett. Dabei werden der Patientin zunächst durch eine Fettabsaugung Fettzellen entnommen. Diese werden anschließend zentrifugiert und gereinigt, bis die gelartigen Eigenfett-Tröpfchen übrig bleiben. Diese werden dann in die Brust transplantiert. Auf diese Weise ist es möglich die Brustgröße natürlich zu optimieren bei gleichzeitiger reduktion und Verbesserung der Problemzonen an den Flanken, Oberbauch und/ oder Oberschenkel.

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Brustverkleinerung

Eine Brust besteht hauptsächlich aus Drüsen- und Fettgewebe. Bei einer Brustverkleinerung wird dieses Gewebe auf ein gewünschtes Maß reduziert und neu geformt. Der Hautmantel der Brust wird angepasst, wo es nötig ist und die Brustwarze harmonisch positioniert.

Hierbei wird bevorzugt die Lejour-Methode angewendet, eine besonders schonende Operationstechnik, die im Regelfall zu einer schnellen Erholung führt und Narben vermeidet. Diese verlaufen um den Warzenhof herum und enden in einer senkrechten Linie an der Brustumschlagfalte. Nur in Ausnahmen sind umfangreiche Hautschnitte erforderlich. Die Empfindungsfähigkeit nach einer Brustverkleinerung bleibt normalerweise völlig erhalten.

Fakten auf einen Blick:

OP-Dauer: ca. 1-2 Stunden
Narkose: Vollnarkose
Klinik-Aufenthalt: 1-2 Tage
Nachbehandlung: Tragen eines speziellen BHs.
Keine sportlichen Aktivitäten sowie körperliche Arbeit in den ersten 4-6 Wochen.

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Brustverkleinerung beim Mann (Gynäkomastie)

Wenn sich die Brustdrüse eines Mannes so stark vergrößert, dass sie wie eine weibliche Brust aussieht, spricht man von einer Gynäkomastie. In der Regel betrifft sie beide Brüste, seltener nur eine Seite. Die Ursachen für die Vergrößerung sind vielfältig und führen beim Betroffenen oft zu psychologischen Problemen. Dies ist für die betroffenen Männer häufig psychisch sehr belastend und führt dazu das keine T-Shirts mehr getragen werden und sich die Betroffenen nicht mehr unbekleidet zeigen möchten und daher Schwimmbäder und Saunen konsequent meiden.

Wer bekommt eine Gynäkomastie?

In der Pubertät sind viele Jungen von der Gynäkomastie betroffen, die bei nahezu 50 Prozent der Jugendlichen zu finden ist. Selbst bei Neugeborenen kann sie durch die Übertragung der mütterlichen Hormone auftreten. In beiden Fällen bilden sich die Brüste meist von selbst wieder zurück. Im Alter neigen viele Männer wegen des höheren Östrogengehalts zur Gynäkomastie.
Wieso kommt es zur Ausbildung einer weiblichen Brust?

In vielen Fällen sind starkes Übergewicht, chronische Nieren- und Leberkrankheiten, östrogenhaltige Medikamente sowie die übermäßige Einnahme von Alkohol oder Marihuana die Auslöser für die Krankheit. Selten ist ein Brustkrebs-Tumor für die Gynäkomastie verantwortlich, häufig aber die Hormonbehandlung nach Prostata-Krebs. Hier ist es sinnvoll, bereits frühzeitig die Brustdrüse zu entfernen – eine Überdehnung und spätere Entfernung überschüssiger Haut kann so verhindert werden. Vor einem Eingriff sollten jedoch die Gründe für die Krankheit genau geklärt und alternative Lösungen wie Gewichtsreduktion oder Einschränkung des Alkoholkonsums diskutiert werden. Oftmals handelt es sich auch um eine „Pseudogynäkomastie“, eine reine Fettansammlung ohne Vergrößerung der Brustdrüse, die durch eine Fettabsaugung beseitigt werden kann.

Wie operiert man eine Gynäkomastie ?

Bei der weiblichen Brustform beim Mann entfernt man zunächst den Brustdrüsenkörper unterhalb der Brustwarze durch einen kleinen Schnitt um den Warzenvorhof im unteren Quadranten. Anschließen gleicht man das Niveau mit Hilfe einer Fettabsaugung (Liposuktion). In den meisten Fällen zieht sich die Haut aufgrund der Eigenelastizität wieder gut zusammen. In den wenigsten Fällen ist im Verlauf eine Bruststraffung notwendig Hilft eine einmalige Brustverkleinerung bei Gynäkomastie?Nach einer entsprechenden Korrekturoperation ist keine weitere Operation mehr notwendig. Ein Wiederauftreten einer weiblichen Brustform ist nach Ausschluss einer hormonellen Ursache nicht wieder möglich.

Wann sieht man das Endergebnis der Brustverkleinerung?

Das Endergebnis ist nach dem Abklingen der Schwellung und konsequentem Tragen der Kompressionswäsche nach ca 6-8 Wochen erreicht.

Was ist, wenn ich Übergewicht habe?

Ich berate Sie gerne in meiner Praxis in Oldenburg und Löningen. Bei starkem Übergewicht kann es sinnvoll sein, abzunehmen und dieses Gewicht über längere Zeit zu halten. Hat man ein stabiles Gewicht erreicht, kann die Korrekturoperation der weiblichen Brustform (Gynäkomastie) erfolgen.

PDF-DownloadPatienteninformation Gynäkomastie

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